UP Workshops & Tutorials
Day: Sunday, 30.08.2026 & Monday, 31.08.2026
Time & Room: see individual workshops and tutorial in table or description below
The Workshops all take place on Sunday, 30.08.2026 and Monday, 31.08.2026. The rooms are in the LB building. An overview of our buildings and rooms are provided here: Participation –> Location Maps.
| Workshop/Tutorial Title | Time | Building | Room |
|---|---|---|---|
| UP-TUT01: Die Story des Human-centred Design entlang der CPUX-Lehrpläne und alltäglicher Erfahrung | SUNDAY 9 am – 12:30 pm | LB | LB0131 |
| UP-TUT02: Interaktionslogik statt Zufall: Dialoge mit KI-Systemen verantwortlich konzipieren | SUNDAY 2 pm – 5:30 pm | LB | LB0113 |
| UP-TUT03: Der User Requirements Sprint zu Projektbeginn – Human-centred Design von Anfang an erfolgreich platzieren (mit oder ohne AI) | SUNDAY 2 pm – 5:30 pm | LB | LB0117 |
| UP-TUT04: Interaktive KI-Personas: Sprich mit deiner Zielgruppe | SUNDAY 2 pm – 5:30 pm | LB | LB0121 |
| UP-TUT05: Beyond Basic Prompting: A Hands-On Tutorial on Advanced AI Usage for UX Professionals | SUNDAY 2 pm – 5:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-TUT06: Human-Intelligence-First: Ein Co-Creation Tutorial zur Stärkung von Empathie und Projektverständnis im KI-Zeitalter | SUNDAY 2 pm – 5:30 pm | LB | LB0138 |
| UP-WS01: Barrierefreiheit gemeinsam entwickeln – Learnings von Nutzenden & Developern über Barrierefreiheitsanforderungen (in Open Source Projekten) zusammenbringen | SUNDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0113 |
| UP-WS02: Von der Landschaftsarchitektur lernen – Nutzerbeteiligung wirksam in UX-Praxis übersetzen | SUNDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0117 |
| UP-WS03: Empowerment durch KI: Ein interaktiver Design-Workshop | SUNDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0121 |
| UP-WS04: Zukunft Gestalten – mit Future Thinking | SUNDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-WS05: KI-geeignete Aufgaben in Geschäftsprozessen identifizieren – Anwendung der Fraunhofer-FIT-BASIS-Heuristiken | MONDAY 4 pm – 5:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-WS06: „You are not the user? Talk Business!“ Transforming Interactions durch Business Discovery und KI als Missing Link im Stakeholder-Management | SUNDAY 4 pm – 5:30 pm | LB | LB0121 |
| UP-WS07: Praktiker*innenperspektiven in der Technikentwicklung: wie kann Beteiligung von Menschen mit Behinderungen gelingen? | SUNDAY 4 pm – 5:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-WS08: Sinn bei der Arbeit: Was treibt uns an? – Sinnerleben gestalten | SUNDAY 4 pm – 5:30 pm | LB | LB0138 |
| UP-AK01: AK Qualitätsstandards | Fortbildungen zu UX und Human-Centered Design | MONDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0117 |
| UP-AK02: AK User Research | Quick & Dirty UX-Research ohne Qualitätsverlust – Wo ziehen wir die Grenzen? | MONDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-AK03: AK Med & Health | Evaluierung von KI/ML-fähigen Medizinprodukten und anderes | MONDAY 11 am – 12:30 pm | LB | LB0138 |
| UP-AK04: AK Barrierefreiheit | Brückenschlag zwischen UX-Methoden und Barrierefreiheit | MONDAY 2 pm – 3:30 pm | LB | LB0117 |
| UP-AK05: AK UX-Management | Problemlösung im UX-Management: Ein fallbasierter Workshop zur Entwicklung praxistauglicher Lösungen | MONDAY 2 pm – 3:30 pm | LB | LB0137 |
| UP-AK06: AK Interkulturalität | Beyond Borders: Intercultural Perspectives on UX Research and Human-Centered AI Design | MONDAY 4 pm – 5:30 pm | LB | LB0117 |
List of Workshops/Tutorials
UP-TUT01: Die Story des Human-centred Design entlang der CPUX-Lehrpläne und alltäglicher Erfahrung
Reisemann, Matthias; Tesch,Guido
Wir erzählen die Story des Human-centred Design (HCD) als normenbasiertes Best Practice Vorgehen der Produkt- und Systementwicklung. Das HCD ist die Grundlage der Lehrpläne und Zertifizierungen des UXQB. Daher ist es der rote Faden unserer HCD-Story angereichert um Perspektiven, Beispiele und Inhalte aus der alltäglichen Systementwicklung. Hier wünschen wir uns Euren Input, Fragen und Erfahrungen, um die Diskussion und den Austausch für uns alle wertvoll und relevant zu gestalten. Ziel ist, HCD-Neulingen einen Überblick und ersten tieferen Einblick zum HCD und die alltägliche Benutzenden-Zentrierung zu geben. Ebenso alle erfahrenen UX-Professionals die Gelegenheit über den Tellerrand des eigenen HCD-Fokusses zu schauen und die HCD-Story ganzheitlich zur Diskussion zu ergänzen. Alle die eine Zertifizierung zum CPUX-F angehen wollen, können einen rabattierten Voucher und Materialien zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfung bekommen.
Sunday, 30.08.2026: 9:00 – 12:30
Room: LB0131 – Lecture Hall
UP-TUT02: Interaktionslogik statt Zufall: Dialoge mit KI-Systemen verantwortlich konzipieren
Polkehn, Knut
„Agentic UX“ markiert einen Wendepunkt in der Gestaltung digitaler Systeme: Wir gestalten verantwortliche Zusammenarbeit im Dialog mit KI-Agenten. Dies erfordert eine Ausrichtung auf die Architektur von Mensch-KI-Zusammenarbeit. Das Tutorial vermittelt methodische Herangehensweisen, um diese Kollaboration auf Basis eines psychologischen Handlungsphasenmodells zu entwerfen. Die Teilnehmenden lernen, wie KI-Agenten in komplexen Fachaufgaben methodisch gesteuert werden können. Im Fokus steht die Definition von Assistenzfunktionen, die Gestaltung wechselseitiger Initiativen sowie die Etablierung iterativer Prozessschleifen in der Zusammenarbeit. Das Tutorial bietet einen praxisnahen Rahmen, um echte Assistenzkonzepte und Konzept-Szenarien zu entwickeln, die eine sichere, effiziente und verantwortliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI garantieren.Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, die methodische Führung in der Entwicklung agentischer Systeme souverän zu übernehmen.
Sunday, 30.08.2026: 14:00 – 17:30
Room: LB0113 – Seminar Room
UP-TUT03: Der User Requirements Sprint zu Projektbeginn – Human-centred Design von Anfang an erfolgreich platzieren (mit oder ohne AI)
Geis, Thomas
„Aber das wissen wir doch schon alles.“ Dieser Satz schwingt oft mit, wenn entschieden wird, ob eine explizite Nutzungskontextanalyse mit Benutzern durchgeführt werden soll. Zwar wollen Produktteams verstehen, was Nutzer wirklich benötigen, und Methoden wie Interviews oder Beobachtungen sind bekannt. Dennoch findet in vielen Projekten kaum echtes User Research zu Nutzungskontext, Anforderungen und Nutzungszielen statt. Gerade im Zeitalter von Design Sprints erscheint der Aufwand zu Projektbeginn oft zu hoch. Das Tutorial zeigt, wie Kick-off-Workshops so gestaltet werden können, dass systematisch sichtbar wird, was das Team tatsächlich weiß – und was noch erforscht werden muss. Dadurch entsteht früh ein gemeinsames Verständnis darüber, welcher User-Research-Bedarf wirklich besteht und umgesetzt werden sollte. KI unterstützt zunehmend dabei, auf Basis vorhandener Informationen schnell fundierte Hypothesen zu entwickeln.
Sunday, 30.08.2026: 14:00 – 17:30
Room: LB0117 – Seminar Room
UP-TUT04: Interaktive KI-Personas: Sprich mit deiner Zielgruppe
Herrmann, Franziska; Soll, Marcus
Es ist unbestritten, dass Personas ein wichtiges Tool in der Usability sind. Personas erlauben es, sich die Zielgruppe einer Anwendung bei der Entwicklung vor Augen zu halten. Doch was wäre, wenn man direkt mit einer Persona interagieren kann? Was wäre, wenn ich einer Persona direkt eine Webseite oder einen UI-Entwurf geben könnte und der Persona dazu Fragen stellen könnte? Moderne Large Language Modelle und andere generative KI-Modelle können dies Realität werden lassen. Dieses Tutorial soll gemeinsam mit den Teilnehmer*innen und Teilnehmern (Zielgruppe: Usability-Practitioners sowie interessierte Anwendungsentwickler*innen und -Entwickler) erarbeiten, wie eine KI-Persona erstellt werden kann, wie mit ihr inteagiert werden kann und wo die Grenzen der Methode liegen.
Sunday, 30.08.2026: 14:00 – 15:30
Room: LB0121 – Seminar Room
UP-TUT05 : Beyond Basic Prompting: A Hands-On Tutorial on Advanced AI Usage for UX Professionals
Bosenick, Tara Maria
Most UX professionals have moved past the basics: they write prompts, know about hallucinations, and have some intuition for when AI helps. But there is a significant gap between using AI regularly and using it systematically – and that gap is where most practitioners are stuck. This half-day tutorial addresses exactly that gap. Designed for participants with working LLM experience, it moves from ad-hoc prompting to deliberate, reproducible practice. Topics include: multi-chat strategies, system prompt engineering, cross-model validation, context management, and the cognitive traps that affect even experienced users – automation bias, anchoring, AI loafing, and the convergence trap. Three hands-on exercises with fictional case material, a quality gate framework, and structured reflection.
Sunday, 30.08.2026: 14:00 – 15:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-TUT06: Human-Intelligence-First: Ein Co-Creation Tutorial zur Stärkung von Empathie und Projektverständnis im KI-Zeitalter
Alavi, Leila
Zielgruppe: UX Researcher, Designer, Leads sowie Stakeholder (Product Owner, PM, Marketing)
Highlights: Transforming Interactions: Die Session bricht Silos auf und befähigt UX-Professionals, Empathie-Workshops gemeinsam mit Stakeholdern durchzuführen.
Human Intelligence (HI) vs. AI: Vermittlung eines Co-Creation-Frameworks, das menschliche Expertise nutzt, um datengetriebene KI-Erkenntnisse zu validieren und strategisch zu lenken.
Hands-on Artefakte: Im “Teach & Practice”-Format erlernen die Teilnehmenden die Moderation von Collaborative Empathy Maps und Project Northstars für ihren Arbeitsalltag
Sunday, 30.08.2026: 14:00 – 15:30
Room: LB0138 – Seminar Room
UP-WS01: Barrierefreiheit gemeinsam entwickeln – Learnings von Nutzenden & Developern über Barrierefreiheitsanforderungen (in Open Source Projekten) zusammenbringen
Kaufmann, Ramona; Ackermann, Alex; Scharf, Bertold; Wanninger-Bachem, Silke
Digitale Barrierefreiheit muss als integraler Bestandteil von Gestaltung und Entwicklung verstanden werden, nicht als Zusatzaufgabe. In der Praxis besteht jedoch oft eine Lücke zwischen Standards, deren Umsetzung & tatsächlichen Nutzendenbedarfen. Unser Workshop setzt hier an: Ziel ist es, Perspektiven von Nutzenden und Entwickelnden zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und Lösungen zu reflektieren. Grundlage sind Erkenntnisse aus unserem Forschungsprojekt. Wir geben Einblicke in Bedarfe aus Nutzenden- und Developer-Perspektive, zeigen Herausforderungen (z. B. fehlende Ressourcen, geringe Einbindung Nutzender) und diskutieren Lösungsansätze. Vorgestellt werden u. a. Cultural Probes, Personas und Ideen zur inklusiveren Beteiligung in Open-Source-Communities. Im interaktiven Workshop arbeiten Teilnehmende in Gruppen an Praxisbeispielen und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze. Eigene Erfahrungen sind ausdrücklich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sunday, 30.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0113 – Seminar Room
UP-WS02: Von der Landschaftsarchitektur lernen – Nutzerbeteiligung wirksam in UX-Praxis übersetzen
Winter, Dominique; Welter, David
Nutzer-, Bürger-, und andere Verfahren zur Beteiligung sind in Landschaftsarchitektur und Stadtplanung ein bewährtes Mittel, um Perspektiven früh sichtbar zu machen, Konflikte zu bearbeiten und die Akzeptanz des Bauvorhabens zu erhöhen. In der Entwicklung digitaler Produkte wird die Beteiligung dagegen oft auf punktuelle Nutzerforschung verengt, obwohl Konzepte wie partizipatives Design bekannt sind. Der Workshop stellt typische Formate der Nutzerbeteiligung zur Planung konkreter Objekte aus der Landschaftsarchitektur am Beispiel von Spiel- und Sportplätzen vor und setzt sie in Relation zum partizipativen Design digitaler, interaktiver Produkte. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden Unterschiede und Transfermöglichkeiten diskutiert, um herauszuarbeiten, was UX-Professionals aus dem Konzept der Nutzerbeteiligung aus der Landschaftsarchitektur für ihre Arbeit übernehmen und nutzen können. Zielgruppe sind Praktiker:innen aus UX, Produktmanagement, Forschung und Service Design.
Sunday, 30.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0117 – Seminar Room
UP-WS03: Empowerment durch KI: Ein interaktiver Design-Workshop
Träuble, Franziska; Bacher, Sarah; Brodbeck, Tanja; Bustorff, Amelie; Burmester, Michael
Empowerment beschreibt die Erweiterung von eigenen Handlungsmöglichkeiten oder Fähigkeiten durch KI-Anwendungen. Studien zeigen, dass Empowerment durch KI von Nutzenden positiv erlebt wird. Dabei stellen bspw. das Gefühl von Autonomie oder Kontrolle zentrale Faktoren dar. Dieser Workshop adressiert, wie KI gestaltet werden kann, sodass Nutzende Empowerment durch sie erleben. Nach einer kurzen Einführung zu bisherigen Erkenntnissen zu Empowerment reflektieren die Teilnehmenden eigene Erfahrungen mit KI-gestützten Anwendungen. In einem kollaborativen Format werden diese Erfahrungen systematisch erweitert und verdichtet. Die Ergebnisse werden gemeinsam diskutiert und in Gestaltungsideen überführt, um daraus wiederum Gestaltungsimplikationen zu formulieren. Der Workshop richtet sich an Forschende sowie Praktikerinnen und Praktiker aus HCI, Design und KI und liefert praxisnahe Impulse für die mensch- und erlebniszentrierte Gestaltung von KI-Systemen.
Sunday, 30.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0121 – Seminar Room
UP-WS04: Zukunft Gestalten – mit Future Thinking
Penkert, Lydia
Wie stellst du dir die (UX) Welt in 10 Jahren vor? Was würdest du eine BenutzerIn aus der Zukunft fragen? Wie können Strategien, Geschäftsideen und Produkte technologische oder gesellschaftspolitische Entwicklungen berücksichtigen, die noch nicht existieren oder eingetreten sind? Wie können wir die Zukunft erforschen?
In diesem Workshop werdet ihr Methoden der Zukunftsforschung (“Future Thinking / Design Futuring”) kennenlernen und anwenden, um eure Methoden-Toolkits strategisch zu erweitern und gemeinsam unterschiedlichste Zukunftsszenarien zu entwickeln.
Sunday, 30.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-WS05: KI-geeignete Aufgaben in Geschäftsprozessen identifizieren – Anwendung der Fraunhofer-FIT-BASIS-Heuristiken
Koopmann, Marisa; Brüch, Lena; Essing, Britta; Hunkirchen, Peter
Die zunehmende Verbreitung von KI-Systemen stellt Organisationen vor die Frage, für welche Aufgaben KI einen Mehrwert für die Leistungsfähigkeit und zugleich eine positive Arbeitserfahrung der Beschäftigten schafft. Der Fraunhofer FIT „Human-AI Teaming Design Compass“ bietet hierfür ein fünfstufiges Vorgehensmodell zur menschenzentrierten Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI.
Im Workshop steht der erste Schritt im Fokus: die Identifikation KI-geeigneter Aufgaben in Geschäftsprozessen mithilfe der BASIS-Heuristiken. Diese ermöglichen eine strukturierte Bewertung von Aufgaben hinsichtlich ihrer Eignung für eine KI-Unterstützung und berücksichtigen neben Effizienz auch Sinnhaftigkeit, Autonomie und menschliche Expertise. Die Teilnehmenden wenden die Heuristiken auf ausgewählte Aufgaben an, identifizieren geeignete KI-Einsatzfelder und reflektieren Stärken und Grenzen des Vorgehens zur Weiterentwicklung der Heuristiken.
Monday, 31.08.2026: 16:00 – 17:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-WS06: „You are not the user? Talk Business!“ Transforming Interactions durch Business Discovery und KI als Missing Link im Stakeholder-Management
Busch, Katja
Bevor UX-Pros wirksame Mensch-Maschine-Interaktionen gestalten, scheitern sie oft an der Schnittstelle zu den eigenen Stakeholdern. „You are not the user wird gepredigt wie ein Mantra. Aber wenn das Management unsere Journey Maps zu komplex findet und ignoriert, das Research-Budget kürzt, Design schöner haben möchte oder ungeprüfte Features in
den Sprint wirft, fühlen sich UXler schnell überhört. Das ist selten böse Absicht des Managements. Wir sprechen „UXlisch“ (Joy of Use, Mentale Modelle, Problem-Raum), das Business spricht Wertschöpfung (ROI, Time2Market, Risikominimierung). Der Workshop dreht das Empathieprinzip nach innen: Wir betreiben „Business Discovery“, dekodieren KPIs, Motivatoren sowie Ängste von Entscheidern und nutzen KI als Übersetzungswerkzeug für UX-Argumente für maximale Anschlussfähigkeit.
Voraussetzungen: Erfahrung mit frustrierenden Stakeholder-Meetings. Smartphone/Tablet/Laptop zum direkten Testen der Übersetzungshilfen erforderlich.
Sunday, 30.08.2026: 16:00 – 17:30
Room: LB0121 – Seminar Room
UP-WS07: Praktiker*innenperspektiven in der Technikentwicklung: wie kann Beteiligung von Menschen mit Behinderungen gelingen?
Neukirchinger, Barbara; Scharf, Bertold
Dieser Workshop richtet sich an Praktiker*innen (Designer*innen, Entwickler*innen, Praktiker*innen in partizipativer Entwicklung, Betroffene) aus der Technikentwicklung, die sich für die Beteiligung von behinderten Menschen interessieren. Ausgangspunkt ist die Frage, wie und unter welchen Bedingungen die Partizipation von behinderten Menschen in der Technikentwicklung möglich ist.
Der Workshop stellt die Forschungsergebnisse einer Untersuchung von mehreren Fallstudien vor und möchte hier vor allem Erfahrungen und Perspektiven aus der Praxis in den Mittelpunkt stellen. Zusammen mit den Teilnehmer*innen sollen aus einer Praktiker*innenperspektive heraus die Gelingensbedingungen für barrierefreie Beteiligung herausgearbeitet werden und ein Austausch zwischen Forschung und Praxis stattfinden. Die Ergebnisse des Workshops sollen dazu beitragen, Empfehlungen für die erfolgreiche Beteiligung von behinderten Menschen in der Technikentwicklung weiterzuentwickeln.
Sunday, 30.08.2026: 16:00 – 17:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-WS08: Sinn bei der Arbeit: Was treibt uns an? – Sinnerleben gestalten
Brodbeck, Tanja; Träuble, Franziska; Burmester, Michael
Wie können digitale Systeme gestaltet werden, die Sinnerleben bei der Arbeit fördern? UX Professionals bringen dafür eine besondere Ausgangslage mit: Sie gestalten Technologien, die das Leben anderer Menschen prägen, und bewegen sich dabei im Spannungsfeld zwischen Nutzerbedürfnissen, Geschäftszielen und eigenen professionellen Werten. Der Workshop nutzt diese Erfahrung als Ausgangspunkt: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sinnerleben dient als Grundlage für Gestaltungsideen sinnförderlicher Systeme. Theoretische Grundlage sind die vier Sinndimensionen nach Schnell & Höge (2012): Kohärenz, Bedeutsamkeit, Orientierung und Zugehörigkeit. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Ausgangssituation anhand des ME-Work-Inventars (Schnell & Hoffmann, 2020) und erkunden im World Café, wie die jeweiligen Dimensionen im digitalen Arbeitsalltag gestalterisch gestärkt oder überhaupt erst etabliert werden könnten.
Sunday, 30.08.2026: 16:00 – 17:30
Room: LB0138 – Seminar Room
UP-AK01: AK Qualitätsstandards | Fortbildungen zu UX und Human-Centered Design
Tesch, Guido
Das Thema UX / HCD braucht gut qualifizierte UX Professionals. Berufserfahrung ist wichtig, manchmal ist aber eine gute Fortbildung der beste Weg, um voranzukommen. Der Arbeitskreis Qualitätsstandards der German UPA will einen zentralen Angebotskatalog erstellen für den deutschsprachigen Raum, der es möglich macht, eine Übersicht über alle öffentlichen berufsbegleitenden Fortbildungsangebote im Bereich UX / HCD zu erhalten, die Qualität der Angebote einzuschätzen und weitere Hilfestellung zu bekommen bei der Wahl eines Angebots für die eigene Situation.
Basierend auf einem konzeptuellen Modell des Angebotskatalogs und einer Menge von Anforderungen wurde ein Prototyp entwickelt, der in diesem Workshop einem Usability-Test unterzogen wird. Die Teilnehmenden führen typische Aufgaben mit dem Angebotskatalog durch und diskutieren ihre Eindrücke. Teilnehmende haben die Möglichkeit, an der Gestaltung eines erfolgreichen Angebotskatalogs mitzuwirken und valide Anforderungen anzubringen.
Monday, 31.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0117 – Seminar Room
UP-AK02: AK User Research | Quick & Dirty UX-Research ohne Qualitätsverlust – Wo ziehen wir die Grenzen?
Ramrath, Maike; Görs, Anne
In der UX-Praxis stehen wir oft vor dem Dilemma: Wir benötigen fundierte Insights, aber die Timeline erlaubt keine monatelangen Studien. Das Pareto-Prinzip verspricht 80 % der Erkenntnisse mit 20 % des Aufwands. Doch wo verläuft die Grenze zwischen effizientem Pragmatismus und methodischer Fahrlässigkeit?
In diesem offenen Workshop des Arbeitskreises User Research der German UPA erarbeiten wir gemeinsam Strategien für eine beschleunigte Research-Praxis. Wir diskutieren, welche Methoden sich ohne massiven Qualitätsverlust straffen lassen, wo ethische sowie fachliche Grenzen liegen und wie die verbleibende Unsicherheit gegenüber Stakeholdern kommuniziert werden kann. Ziel des Workshops ist die Entwicklung eines Leitfadens für pragmatischen User Research, der wissenschaftlichen Anspruch und wirtschaftliche Realität vereint. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Best Practices aus der Praxis einzubringen.
Monday, 31.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-AK03: AK Med & Health | Evaluierung von KI/ML-fähigen Medizinprodukten und anderes
Engler, Michael; Reisemann, Matthias
Der Workshop des GermanUPA Arbeitskreises Med & Health berichtet in dieser Session von seiner Arbeit und lädt zur Diskussion ein. Wir berichten von Erkenntnissen die wir während des MedUsability Symposium hatten; den Aktivitäten der Arbeitsgruppen, wie die Übersetzung des Posters „UX und Usability Engineering Prozess Medizinprodukte” ins Englische, die Festlegung von Nutzerzahlen pro Nutzergruppe bei summativen Evaluationen, sowie die Kommentierung des Team-NB-Position Papers zur MDR-konformen Technischen Dokumentation (Annex II & III, EU 2017/745).
Der Schwerpunkt des Workshops ist eine gemeinsame Diskussion was bei der summativen Evaluation von KI/ML-basierten Medizinprodukten zu tun ist.
Dann wollen wir kurz diskutieren wie ihr zur Gründung einer Special Interest Group (SIG) aus dem AK Med & Health steht und wie deren inhaltliche Ausrichtung aussehen kann. Abschließend könnt ihr eure Fragen zu UX und Usability in Healthcare und Medizintechnik in einer offenen Fragerunde stellen.
Monday, 31.08.2026: 11:00 – 12:30
Room: LB0138 – Seminar Room
UP-AK04: AK Barrierefreiheit | Brückenschlag zwischen UX-Methoden und Barrierefreiheit
Kiratli, Ediz
Die Gewährleistung digitaler Barrierefreiheit basiert auf der Einhaltung technischer Richtlinien und Normen wie WCAG, EN 301 549 oder BITV. Dadurch wird sichergestellt, dass Websites und Software-Anwendungen grundsätzlich barrierefrei nutzbar sind. In der Praxis endet die Berücksichtigung von Barrierefreiheit jedoch oft nach der erfolgreichen Prüfung der Anforderungen. Die Perspektiven schwerbehinderter Menschen werden dabei selten kontinuierlich in Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse integriert. In dieser Session wird untersucht, wie etablierte UX-Methoden um Barrierefreiheitsaspekte erweitert werden können. Im Fokus stehen die Methoden Personas und Usability-Tests sowie die prototypische Gestaltung digitaler Produkte. Ziel ist es, Ansätze aufzuzeigen, wie die Bedürfnisse schwerbehinderter Nutzer:innen frühzeitig und nachhaltig in UX-Prozesse eingebunden werden können.
Monday, 31.08.2026: 14:00 – 15:30
Room: LB0117 – Seminar Room
UP-AK05: AK UX-Management | Problemlösung im UX-Management: Ein fallbasierter Workshop zur Entwicklung praxistauglicher Lösungen
Hinderks, Andreas
Der interaktive Workshop des Arbeitskreises UX-Management präsentiert reale Fallbeispiele zum Themenkomplex UX-Management (Prozesse, Reifegradmessung, etc.) aus der Unternehmenspraxis als Grundlage für kollaboratives Lernen. Teilnehmer:innen analysieren systematisch vorgefertigte Problemstellungen aus unterschiedlichen Branchen und Organisationskontexten. In moderierten Kleingruppen entwickeln sie eigenständig Lösungsansätze für typische UX-Management-Herausforderungen.
Nach der Erarbeitung und Kurzpräsentation der Gruppenlösungen erfolgt ein strukturierter Vergleich mit den tatsächlich implementierten Lösungsstrategien. Diese Gegenüberstellung ermöglicht kritische Reflexion und Diskussion verschiedener Herangehensweisen. Die dokumentierten Lessons Learned bieten konkrete Handlungsempfehlungen für die eigene Praxis. Durch die fallbasierte Methodik erwerben Teilnehmer:innen transferfähige Problemlösungskompetenzen und erweitern ihr Methodenrepertoire.
Monday, 31.08.2026: 14:00 – 15:30
Room: LB0137 – Seminar Room
UP-AK06: AK Interkulturalität | Beyond Borders: Intercultural Perspectives on UX Research and Human-Centered AI Design
Heimgärtner, Rüdiger; Proschek, Katrin
Digitale Systeme und KI-Anwendungen entstehen heute in internationalen Kontexten – doch kulturelle Vielfalt bleibt in Entwicklung und Design häufig unsichtbar. Wer verfügt über Digital und Cultural Literacy? Wie prägen Trainingsdaten, Prompt Engineering und algorithmischer Bias die interkulturelle Nutzbarkeit von KI-Systemen? Und wie gestalten wir Benutzungsschnittstellen, die Menschen in all ihren kulturellen Kontexten wirklich erreichen?
Der Arbeitskreis Interkulturalität der German UPA lädt zum offenen Workshop ein:
Wir diskutieren aktuelle Forschungsprojekte, praxisnahe Ergebnisse aus interkulturellem UX-Research sowie die Weiterentwicklung unserer Methoden und Tools. Gemeinsam formen wir die Roadmap für interkulturelles UX-Engineering im Zeitalter von Human-Centered AI.
Monday, 31.08.2026: 16:00 – 17:30
Room: LB0117 – Seminar Room
